Der Ort wurde 1186 erstmals erwähnt. Der Gerichtssitz am Ort kam
1317 von den Herren von Frankenstein an das Kloster Fulda, das
1326 den gesamten Ort mit allem Zugehör erwarb.
Die Fuldaer Äbte nahmen zeitweilig ihren Sitz im von ihnen 1706
erbauten Dermbacher Schloss. Nach dem Wiener Kongress 1815
kam Dermbach an das Großherzogtum Sachsen-Weimar und wurde
1850 zum Sitz der Bezirksdirektion für die Amtsbezirke Dermbach,
Geisa, Kaltennordheim, Lengsfeld, Ostheim v.d.R. und Vacha. 1922
kam Dermbach mit den meisten dieser Bezirke zum Landkreis
Eisenach, 1950/52 zum Kreis Bad Salzungen und 1994 zum
Wartburgkreis.
Der Ort war seit dem 16. Jahrhundert traditionell vom Textilgewerbe
geprägt, das insbesondere nach der Erlangung des Marktrechts 1716
erblühte. Im 19. Jahrhundert begann man mit der Korkschneiderei,
die zu DDR-Zeiten alleinig in Dermbach betrieben wurde. Außer
Land- und Forstwirtschaft waren traditionell auch Betriebe der Glas-
und Holzverarbeitung in Dermbach vertreten.